Arbeit schafft Chancen

Mein Ziel ist es, dass jede Person einen Platz in der Gesellschaft findet, wo sie sich den eigenen Fähigkeiten und Interessen entsprechend einbringen und entfalten kann. Dazu gehört auch ein passender Arbeitsplatz, der ein Einkommen mit sich bringt, welches ein gutes Leben ermöglicht, und gleichzeitig genug Raum lässt, sich auch darüber hinaus zu entfalten. Insbesondere für Familien brauchen wir noch viel mehr Möglichkeiten, Arbeit und Privates in Einklang zu bringen. Deshalb setze ich mich ein für:

  • Erhöhung des Mindestlohns
  • Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich
  • Selbstbestimmtes  Arbeiten – Arbeitszeitmodelle, die Lebensumstände berücksichtigen und ein echtes Rückkehrrecht in Vollzeit
  • Jobgarantie/Arbeitsversicherung
  • Digitalisierung, Homeoffice, Mobiles Arbeiten – zu Gunsten der Arbeitnehmenden!

Erhöhung des Mindestlohns

Jeder Mensch hat das Recht, durch Arbeit nicht nur überleben zu können, sondern ein vollwertiges Leben zu führen. Dazu gehört neben dem sorglosen Zahlen der Miete und anderer Lebenskosten für mich auch die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Ein angemessener Mindestlohn sorgt nicht nur dafür, dass dies möglich ist, er ist ebenfalls Puffer gegen Altersarmut: Gerade Personen im Niedriglohnsektor, die von Altersarmut mit am stärksten betroffen sind, zahlen durch den Mindestlohn automatisch mehr in die Rentenkasse ein. Darüber hinaus hilft eine Erhöhung des Mindestlohns auch der Gesellschaft: Die Sozialkassen werden gestärkt und gleichzeitig entlastet und stärkt durch die höhere Kaufkraft, der daraus folgende Konsumbereitschaft und Verhinderung von Dumpingpreisen unsere Wirtschaft. 


Neben all dem ist ein angemessener Mindestlohn auch einfach eine Frage der Würde und Wertschätzung von Arbeit. Deshalb müssen Ausnahmen vom Mindestlohn abgeschafft werden.

Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich

Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass die Menschen sich auch neben der Arbeit verwirklichen können. Vor vielen Jahren war es ein langer Kampf, die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden zu reduzieren. Jetzt ist es an der Zeit, einen Schritt weiter zu gehen: Sobald wie möglich soll die wöchentliche Arbeitszeit auf 30 Stunden bei gleichbleibendem Einkommen gesenkt werden. 

Vielen fehlt aktuell die Zeit, sich in Vereinen zu engagieren und ehrenamtlich tätig zu werden. Bei vielen ist auch eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer wieder eine Herausforderung. Mit der Verkürzung der regulären Vollzeit und gleichzeitig einer Grenze der maximalen Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche schaffen wir wieder ein Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben ohne finanzielle Sorgen. 


An viel zu vielen Stellen werden die Regelungen des Arbeitszeitgesetz aktuell aufgeweicht, sodass Menschen mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Dem muss zwingend entgegengewirkt werden. Unternehmen müssen härter zur Verantwortung gezogen werden und die gesellschaftliche Verherrlichung von Überstunden und einem “sich kaputt arbeiten” muss ein Ende haben. Neben der Verkürzung der Arbeitszeit werde ich dafür kämpfen, dass unsere wichtigen Arbeitsschutzgesetze verbessert und eingehalten werden.

Selbstbestimmtes Arbeiten - Arbeitszeitmodelle, die Lebensumstände berücksichtigen und ein echtes Rückkehrrecht in Vollzeit

Das Leben wandelt sich immer wieder. Man will sich weiterbilden, man gründet eine Familie, man kümmert sich um Eltern oder Großeltern. Immer wieder stößt man auf neue Begebenheiten und ist oft in der Situation, sich Entscheiden zu müssen, welchen Weg man einschlagen will und kann. Nicht selten hat eine Veränderung im Privatleben einen großen Einfluss auf die beruflichen Möglichkeiten und Sicherheiten. 

Es muss möglich sein, sich ohne Existenzängste um die Familie kümmern zu können, Weiterbildungen zu besuchen oder eine Auszeit zu nehmen und insgesamt ein Privatleben zu führen, dass sich nicht nur nach dem Job richtet. Aus diesem Grund soll es in allen Betrieben möglich sein, Arbeitszeiten selbstbestimmter zu gestalten und diese zum Beispiel für einen bestimmten Zeitraum zu verkürzen. Zwar gibt es auch jetzt schon unter sehr speziellen Vorgaben ein Rückkehrrecht nach einer solchen Phase in Vollzeit, doch dies reicht mir nicht. Gerade kleine Betriebe, in denen oft viele Frauen arbeiten, die immer noch einen Großteil der Pflege zu Hause übernehmen, sind von diesem Gesetz ausgeschlossen. 

Darum setzte ich mich für ein Rückkehrrecht in Vollzeit für alle ein, ebenso wie für gesetzliche Möglichkeiten, sich ohne Verlust des Arbeitsplatzes und der finanziellen Sicherheit eine Auszeit nehmen zu können, wie es schon in vielen Tarifverträgen möglich ist.

Jobgarantie/Arbeitsversicherung

Arbeit bedeutet mehr als Geld verdienen: Arbeit bedeutet Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und kann im besten Fall auch der Selbstverwirklichung dienen. Jede*r soll – ohne Sorge um einen Jobverlust durch wirtschaftliche Schwankungen – die Möglichkeit bekommen durch sinnstiftende Arbeit teilzuhaben und Gemeinschaft zu erleben. Dies ermöglicht eine staatliche Jobgarantie. 

Mit Hilfe der Jobgarantie greift der Staat in den Arbeitsmarkt ein, um gemeinwohlorientierte Arbeitsplätze zu schaffen, zum Beispiel im sozialen Sektor oder kommunalen Bereich. Er gibt Menschen so eine Möglichkeit, sich sinnstiftend am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Darüber hinaus bekommen sie eine Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln und/oder (wieder) den Sprung in den regulären Arbeitsmarkt zu schaffen. 

Langfristig ist es für den Staat günstiger, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu fördern. Deshalb ersetzen wir die Arbeitslosenversicherung durch eine Arbeitsversicherung. Hierbei soll neben der finanziellen Unterstützung bei Arbeitslosigkeit der Fokus auf Qualifizierung und Weiterbildung liegen. In das Aufgabenfeld der Arbeitsversicherung werden ebenfalls Job- und Ausbildungsgarantie, sowie die Umsetzung selbstbestimmter Arbeitszeitmodelle fallen.

Digitalisierung, Homeoffice, Mobiles Arbeiten - zu Gunsten der Arbeitnehmenden!

Schon immer befindet sich die Arbeitswelt im Wandel. Jede neue Entwicklung oder Technologie und jede neue gesellschaftliche Ausrichtung nimmt Einfluss auf die Arbeitswelt. Aktuell stehen besonders die Veränderungen aufgrund der Digitalisierung im Vordergrund

Hierbei ist klar, dass die Vorteile und Entlastungen, die eine Modernisierung von Arbeitsgeräten- und Abläufen durch die Digitalisierung mit sich bringt, nicht nur den Unternehmen zu Gute kommen darf. Eine gestiegene Produktivität muss mit mehr Selbstbestimmung der Beschäftigten bei der Gestaltung von Arbeit und Arbeitszeit einhergehen. Klar ist auch, dass es keine willkürlichen Maßnahmen oder die Einführung von Kontrollmechanismen seitens des Unternehmens geben darf, weswegen in dem Prozess des aktuellen Arbeitswandel auch die Stärkung der betrieblichen Mitbestimmung durch die Beschäftigten eine wichtige Rolle spielen muss. 

Ein Punkt, der gerade auch durch die Pandemie in den Fokus geraten ist, ist das mobile Arbeiten, oder – wie es meistens genannt wird – Homeoffice. 

Homeoffice kann eine Möglichkeit sein, die eigene Arbeitszeit besser und freier zu gestalten oder eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Diese Vorteile lassen sich nur durch konkrete Regelungen herbeiführen. So ist es unabdingbar, einer Entgrenzung von Arbeits- und Freizeit durch ein Recht auf Nichterreichbarkeit entgegenzuwirken. Auch muss sichergestellt sein, dass die benötigten technischen Voraussetzungen vom Unternehmen geliefert werden und Homeoffice eine Wahl bleibt und keine Pflicht wird. Um zu verhindern, dass man unbezahlte Überstunden leistet und die wichtigen Ruhezeiten einhält, funktioniert mobiles Arbeiten nur mit einer Zeiterfassung. 

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