Ein Ticket von Egmating nach Erding kostet 10,20 Euro. Vor allem für Menschen mit geringem Einkommen sind Bus und Bahn viel zu teuer und sie haben kaum eine Chance, ihre Ziele zu erreichen.

Das wollen wir ändern: Langfristig wollen wir, dass jede*r Bus und Bahn kostenlos und ticketfrei nutzen kann. Dazu müssen wir weg von privaten Unternehmen, deren einziges Ziel es ist, möglichst viel Profit zu erzielen. Die Verantwortung für den Verkehr sollte stattdessen in der jeweiligen Kommune beziehungsweise im Landkreis liegen, die am besten einschätzen kann, welche Strecken für ihre Einwohner*innen wichtig sind – und dafür brauchen Kommunen und Landkreise ausreichend finanzielle Unterstützung von Bund und Land.

Bis zur Realisierung des kostenfreien ÖPNVs realisieren wir gerne andere Projekte, die Bus- und Bahnfahren günstiger machen: Dem 365-Euro-Ticket im MVV-Gebiet soll möglichst bald ein 365-Euro-Ticket für ganz Oberbayern folgen.

ÖPNV für alle! – heißt nicht nur gute Verbindungen und kostenlose Fahrten, sondern vor allem, dass jede*r den ÖPNV nutzen kann, auch wenn die Person im Rollstuhl sitzt oder einen Kinderwagen dabei hat, nicht sehen kann oder Sprach- oder Verständnisschwierigkeiten hat.

  • Bahnhöfe und Verkehrsmittel müssen barrierefrei sein! Stufen – vor allem beim Einstieg – müssen der Vergangenheit angehören. Außerdem müssen Aufzüge vorhanden sein, die ausreichend groß sind. Horst Seehofer hat übrigens 2013 versprochen, dass 2023 alle Bahnhöfe barrierefrei sein werden – bis jetzt sieht es noch nicht danach aus!
  • Fahrkartenautomaten und Infopunkte brauchen eine Sprachausgabe, damit blinde Menschen oder Menschen mit Sehschwierigkeiten Auskunft erhalten können.
  • Ticketsysteme müssen – bis wir den fahrscheinlosen ÖPNV realisiert haben – vereinfacht werden. Auch Fahrpläne und Infopunkte sollten möglichst einfach zu verstehen sein.

Egal ob E-Auto, ÖPNV oder Carsharing: Es gibt viele gute Wege und Ideen, wie wir unsere Mobilität verändern können. Arbeiten wir zusammen – schützen wir die Umwelt und sparen wir Ressourcen!

  • Elektromobilität bietet die Möglichkeit, den individuellen Verkehr zu erhalten und dabei den Verkehrssektor CO2-arm umzubauen. Gerade beim Ausbau dieser Ladestationen und der Ladeinfrastruktur insgesamt muss sich noch einiges verbessern. Außerdem müssen auch E-Autos noch verbessert werden: Der Bedarf an Metallen wie Kobalt und Lithium muss soweit wie möglich reduziert werden und beim Abbau dürfen weder Menschenrechte verletzt noch Menschen ausgebeutet werden.
  • Ohne eigenes Auto, aber trotzdem mit Auto? Das klappt mit Carsharing. Dabei wird ein Auto von mehreren Personen benutzt – wer es gerade braucht, kann es nehmen. Damit muss gleichzeitig niemand der Beteiligten ein eigenes Auto kaufen.
  • In kleineren Orten oder spät am Abend können Rufbusse eine Alternative oder Ergänzung zu normalen Buslinien sein. Hierbei ruft man an, wenn man Bedarf hat – die Buchung sollte aber zukünftig auch per App möglich sein.
  • Auch die Mitfahrbankerl, die es bereits in einigen Orten gibt, tragen zu Mobilität ohne eigenes Auto bei, denn hier kann man ganz unkompliziert eine Mitfahrgelegenheit finden und braucht kein eigenes Auto.

Vision Zero

Schiene vor Straße! #ChancenSchaffen mit dem Schienenverkehr.

  • Wir müssen beim Bahnverkehr den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit konsequent vorantreiben und massiv verbessern
    Dazu braucht es einen nachhaltigen und ökologischen Ausbau der vorhandenen Strecken, sowie eine vollständige Elektrifizierung
  • Strecken und Bahnhöfe in ländlichen Räumen müssen reaktiviert werden
  • mit einer guten Taktung an allen Haltestellen wird die Bahn attraktiver
  • Auch der Weg zu den Bahnhöfen muss mit dem ÖPNV erreichbar sein und mit den örtlichen Bussen abgestimmt sein

    Damit Bahnfahren attraktiver wird, müssen außerdem die Fahrpreise gesenkt werden. Solange es billiger ist, Auto zu fahren, werden viele Menschen nicht auf die Bahn umsteigen.
  • Es braucht konsequent günstige Schüler*innen-, Auszubildenden und Studierenden-Tarife, sowie Vergünstigungen für Senior*innen.
  • langfristig setzte ich mich für einen kostenlosen und fahrscheinlosen ÖPNV ein

    Für den Güterverkehr gilt: Insgesamt müssen wir mindestens so viel Geld für die Schiene ausgeben wie für die Straße!

Ein besonders wichtiger Punkt ist hierbei der Lärmschutz. Dieser muss konsequent sichergestellt werden und hat höchste Priorität, sodass Anwohner*innen nicht unter der höheren Auslastung der Schienennetze leiden müssen. Verkehr muss immer in Kombination mit Lärmschutz gedacht und umgesetzt werden!

Lasst uns gemeinsam mit einem attraktiven Schienenverkehr Chancen schaffen – für alle, unabhängig vom Geldbeutel!

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