Pressemitteilung

Flächendeckender Tarifvertrag für Pflegekräfte vor dem Aus

Bundestagskandidatin Magdalena Wagner (SPD) tief enttäuscht

Ziemlich genau zum Jahrestag der Corona-Pandemie, in der die Wichtigkeit der Pflegeberuft eine besonders hohe Bedeutung erfahren hat,  wird den Pflegebeschäftigten ein schwerer Schlag verpasst. Um die Lohnungleichheiten endlich beenden und ein verlässliches Gehaltsniveau einziehen zu können, wollte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) einen flächendeckenden Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklären. Dieser hätte eine Erhöhung der Einkommen auf bis zu 18,50 Euro für examinierte Altenpflegekräfte ab Januar 2023 gebracht. „Ich weiß, wie wertvoll und wichtig die Caritas auch in unseren Landkreisen, als großer Verband im Pflegebereich ist. Umso wichtiger wäre es gewesen, aus Solidarität der Pflege und ihren Beschäftigten gegenüber, hier aus Pflichtgefühl heraus Verantwortung zu übernehmen und zuzustimmen. Es wäre ein wichtiges Signal gewesen, hier ein Zeichen zu setzten.“ so Magdalena Wagner. 

„In diesem Fall lag es nicht am politischen Willen, sondern am Willen der kirchlichen Verbände“

Die Pandemie hat nochmals besonders deutlich gezeigt, wie viel die Menschen in den Pflegeberufen leisten. Jetzt war die große Chance, dies nicht nur durch Klatschen vom Balkon, sondern auch auf dem Lohnzettel zu würdigen. Da ist es schon ein schwerer Schlag. Ergänzend weist Wagner auf die frisch veröffentlichte Studie des Gesundheitsministeriums hin, nach der sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Bayern bis 2050 voraussichtlich verdoppeln wird. Diese mache deutlich, wie ernst die Lage ist. Der Pflegenotstand wird sich noch weiter verschlimmern. Es ist absolut wichtig, viel mehr Pflegekräfte zu gewinnen, in dem man den Berufsstand attraktiver macht. „In diesem Fall lag es nicht am politischen Willen, sondern am Willen der kirchlichen Verbände“ so Wagner. Ohne Allgemeinverbindlichkeit können die schwarzen Schafe in der Branche weiterhin mit niedrigen Löhnen ihre Geschäfte machen. Auf Kosten der Pflegerinnen und Pfleger und letzten Endes auch zu Lasten der Pflegebedürftigen in den Heimen.

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