Lena Privat

Meine Kindheit

Als ältestes von vier Kindern wuchs ich in Egmating auf. In der SMV des Gymnasiums Neubiberg, im TSV Egmating, in der Ministrant*innengruppe und in der Leitung des Jugendraumes lernte ich, wie viel Spaß Engagement und Mitgestaltung macht.

1991 wurde ich in München geboren, im selben Jahr zogen meine Eltern und ich nach Egmating in den Landkreis Ebersberg. Meine Geschwister Hannah, Simon, Jule und ich haben von unseren Eltern von Anfang an gelernt, wie wichtig es ist, sich gegenseitig und insbesondere Schwächeren zu helfen. Meine Mutter arbeitet als Sozialarbeiterin im Landratsamt – früher mit Geflüchteten, heute mit Arbeitssuchenden und Empfänger*innen von Grundsicherung. Mein Vater arbeitete lange in der Gemeindeverwaltung und leitet inzwischen ein Kommunalunternehmen, außerdem ist er seit vielen Jahren im Gemeinderat. Meinen ersten Wahlkampf habe ich deshalb mit fünf Jahren mitgemacht, und auch innerhalb der Familie war Politik häufig Thema: Es wurde über aktuelle Themen diskutiert oder auch mal spontan eine “Mama-Partei” und eine “Papa-Partei” gegründet, wenn es um die Gestaltung des Abendprogramms ging. 

Egmating ist ein kleiner Ort, in dem man als Jugendliche im Vergleich zu größeren Kommunen wenig Möglichkeiten hat, seine Freizeit vielfältig zu gestalten. Nach der Erstkommunion war ich bei den Ministrant*innen aktiv und trainierte im TSV über sieben Jahre mehrere Jazztanzgruppen für Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren. 2008 übernahm ich mit einigen anderen die Leitung des örtlichen Jugendraumes. Während in den ersten Jahren dabei insbesondere ein Angebot für meine eigene Altersgruppe im Vordergrund stand, bauten meine Schwester Hannah und ich später das Angebot für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren aus.

Zur Schule ging ich in die Grundschule Egmating-Oberpframmern und später auf das Gymnasium Neubiberg. Hier prägte mich vor allem die Arbeit im Arbeitskreis Politik und Zeitgeschichte der Schüler*innenmitverwaltung. Wir organisierten gemeinsam Podiumsdiskussionen mit Landtagsabgeordneten, diskutierten miteinander, mit  Lokalpolitiker*innen und dem damaligen Kultusminister. Am prägendsten blieb mir die Aktion zum Mauerfall in Erinnerung, die wir am 09.11.2009 durchführten. Dabei teilten wir die Aula durch eine Mauer aus Umzugskisten, besetzen die “Grenzdurchgänge” mit den Geschichtsreferendar*innen und ließen die Mauer in der zweiten Pause durch die Schüler*innen einreißen.

Meine Freizeitgestaltung

Leben auf dem Land

Meine Freizeit verbringe ich meistens am Berg, im Garten oder auf Konzerten, und wenn es nur eine kurze Auszeit sein kann, tauche ich am liebsten in die Welt von Harry Potter ein. 

Ich lebe in einer WG auf dem Land – neben vier Mitbewohner*innen gehören noch einige Hühner und ein Hahn zu unserer Hofgemeinschaft. Ich verbringe gerne meine Zeit draußen (im Sommer lieber als im Winter) und bin regelmäßig mit Hund Nilay unterwegs, der bei meinen Eltern wohnt.

Entspannen und abschalten, ab in die Berge!

Der beste Ort, um zu Entspannen, Abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen, sind für mich die Berge. Je höher man kommt, desto mehr verändert sich die Perspektive. Dabei mag ich am liebsten gemütliche Bergtage mit vielen Pausen, bei denen man ausgiebig die Aussicht genießen kann, und am liebsten gehe ich auf den Hochfelln. Auch eine meiner beeindruckeendsten Reisen ging in – oder besser über – die Berge: Mit einem P-Seminar überquerte ich die Alpen von Garmisch nach Meran (wobei an vielen Stellen die Jugendlichen eher mich unterstützt haben als umgekehrt 😉 ).

Konzert- und Festivalliebe

Wenn ein langer Bergtag nicht drin ist, sind Konzerte die zweitbeste Variante, um den Kopf frei zu bekommen. Diese Konzert- und Festivalliebe entstand vor allem während meines Engagements bei Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.. Hier konnte ich viele Konzerte besuchen, die ich sowieso besucht hätte (zum Beispiel: Sportfreunde Stiller, die Ärzte oder Fiva), aber auch solche, die ich sonst nie besucht hätte (zum Beispiel DJ Bobo).

Potterhead durch und durch

Mein Lieblingsbuch ist mit Abstand Harry Potter. Es geht nicht nur um Zauberei, Erwachsenwerden und Liebe, sondern auch um den Kampf gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – eine ziemlich gute Verbindung. Für die Potterheads unter euch: Mein Haus ist Ravenclaw und mein Patronus ein Deerhound (ein ziemlich großer schottischer Jagdhund). Das Foto entstand auf einem Schulball, der unter dem Motto Hogwarts stand (das war nicht meine Idee! 🙂 ).