Zu Anfang meiner Themenwoche „Mobilität“ habe ich am 14.06. mit Florian von Brunn gesprochen – denn wenn wir das Klima schützen wollen, müssen wir über Mobilität reden. Ihr findet das ganze Gespräch auf meinem Instagramkanal @magda.lena.wagner. Hier gibt es außerdem einen kurzen Bericht über die wichtigsten Themen.

Foto: Christophe Schneider

Zur Person:

Florian von Brunn ist 52 Jahre alt, Landtagsabgeordneter, Fraktionsvorsitzender der SPD im bayerischen Landtag und Vorsitzender der BayernSPD. Studiert hat er Geschichte und Volkswirtschaft, außerdem ist er leidenschaftlicher Bergsteiger.

Florian kenne ich durch meine Arbeit im Vorstand der SPD Oberbayern und jetzt im Landesvorstand der BayernSPD.

Warum ist Mobilität überhaupt ein Thema?

Mobil zu sein ist wichtig, denn ständig müssen wir von A nach B. Weil aber gerade das Auto noch einen großen Anteil an unseren täglichen Wegen hat, stoßen wir dabei viel CO2 – das ist schlecht fürs Klima. Um den Klimaschutz voranzubringen, brauchen wir deshalb Alternativen zum Auto, die für alle zugänglich und klimaschonend sind.

Mehr ÖPNV

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist wichtig, wenn es um Klimaschutz geht. 

Durch irrsinnige Sparmaßnahmen wurden in den letzten Jahren aber Strecken zurückgebaut und stillgelegt. Wir müssen in die andere Richtung gehen – und den Ausbau vorantreiben

Hier brauchen wir mehr Einsatz von der bayerischen Staatsregierung, denn die Kommunen können sich diesen Ausbau oft nicht leisten. Auch hier im Wahlkreis sieht man die Auswirkungen: Immer noch kommt man mit den Öffentlichen nur schwer von Ebersberg nach Erding und zurück. Deshalb brauchen wir hier endlich den Nordring, damit man nicht mehr erst bis zum Ostbahnhof fahren muss, um umzusteigen.

Klimaschonend ist der ÖPNV natürlich nicht, wenn er auf Diesellokomotiven zurückgreift. Die Elektrifizierung aller Strecken muss deshalb bei Investitionen und beim Ausbau mitgedacht werden.

Mobilität ist mehr als eine Autofahrt

Während unseres Gesprächs zeigt sich nochmal, dass in vielen Bereichen Mobilität eine Rolle spielt.

Damit Mobilität tatsächlich alle mitnimmt, ist Barrierefreiheit wichtig. Gerade an Bahnhöfen und Haltestellen sieht es da derzeit noch schlecht aus. Das Mitdenken von Barrierefreiheit bei der Planung und der Ausbau durch Investitionen sind hier die richtigen Wege.

Mitgenommen zu werden heißt hier auch, die Menschen bei der Entwicklung und beim Ausbau nicht im Regen stehen zu lassen. Lärmschutz ist ein Punkt, der für die Anwohner*innen neuer Bahnstrecken und Autobahnen wichtig ist. Mit dem Brenner-Basistunnel ist dieses Thema im Wahlkreis auf der Tagesordnung nochmal nach oben gerückt.

Für mich ist hier klar: Wir brauchen guten Lärmschutz, damit die Lebensqualität vor Ort nicht beeinträchtigt wird.

Diese Vielseitigkeit von Mobilität hat Florian und die Landtagsfraktion der BayernSPD zur Forderung gebracht, die Bayerische Eisenbahngesellschaft in eine Bayerische Mobilitätsgesellschaft umzuwandeln. Damit wollen wir bayernweit den Ausbau von Mobilität koordinieren.

Neue Ideen

Wenn wir weiterkommen wollen, brauchen wir auch immer neue Konzepte. In vielen Gemeinden im Wahlkreis hat sich so schon das Konzept des „Carsharing“ entwickelt. Auf diesem Weg hat man Zugang zu einem Auto, ohne ein eigenes besitzen zu müssen.

Auch Fahrradfahren ist  gut fürs Klima – und kann bei guten Wetter sogar Spaß machen. Dazu müssen Fahrräder aber auch integriert werden – von einer besseren Ausstattung mit Fahrradwegen hin zu Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen, damit man leichter umsteigen kann.

Zukunft mit Auto?

Aber welche Rolle wird und soll das Auto in Zukunft spielen? Klar ist, dass der Verbrennungsmotor in naher Zukunft ausgedient haben muss. Bis 2035 müssen wir aus dem Verbrenner ausgestiegen sein, damit Deutschland spätestens 2045 klimaneutral sein kann. Neuzulassungen für diese Antriebsarten kann es dann nicht mehr geben, deswegen muss die E-Mobilität aber umso mehr ausgebaut werden – besonders, um den Übergang zu stützen.

Dabei ist die Ladeinfrastruktur wichtig, besonders aber die Möglichkeit, auf einer längeren Autofahrt schnell zu laden. Damit wächst die Attraktivität für E-Mobilität. Mit staatlicher Förderung sorgen wir außerdem dafür, dass mehr Menschen teilhaben können.

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